Pädagogik der Achtsamkeit

Die neu entstandene Pädagogik der Achtsamkeit umfasst Themen, die sowohl Entwicklung von SchülerInnen als auch LehrerInnen betreffen. Dazu zählen z.B.: emotionale Selbstregulation, Aufmerksamkeitsregulation, sozial-emotionales Lernen, Gesundheitsfürsorge und Stressreduktion.

Ziele:

  • Achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen
  • Verbesserung des Schulklimas und der Arbeitsatmosphäre
  • Lernen leichter möglich machen

 

Arbeit mit den SchülerInnen

In diesem Arbeitsfeld fließen folgende Impulse, Ansätze und Ideen ein:

  • sensorische Integration
  • Yoga
  • Achtsamkeitsübungen
  • Impulse aus dem Seminar "Traudee - Trauma-Sensiblisierung und Deeskalation - lösungsorientierte Methoden für den Schulalltag"
  • SEE-Learning (soziales, emotionales und ethisches Lernen)

Folgende Hauptbereiche sollen gefördert werden:

1. Konzentration

Oft werden SchülerInnen aufgefordert, sich zu konzentrieren - es fehlt den SchülerInnen oft der Plan, wie das gehen soll. Im Zuge dieses Projekts sollen den Kindern Möglichkeiten gezeigt werden, sich zunächst auf sich selbst und später beim Lernen besser konzentrieren zu können. Es soll auch darauf hingearbeitet werden, mit den vielen Eindrücken der digitalen Welt besser umgehen zu lernen.

2. Mitgefühl

Um Mitgefühl zu entwickeln, muss man erst einmal lernen, sich selbst wahrzunehmen, seine Gefühle zu erkennen und zu benennen. Dazu braucht man die Möglichkeit, aus dem "Fight-orFlight-Modus", in dem sich viele SchülerInnen aus den unterschiedlichesten Gründen befinden, auszusteigen und somit nicht immer sofort einen vermeintlichen Angriff reagieren zu müssen. Durch die Beschäftigung mit sich selbst, das Erkennen und Audrücken eigener Gefühle, soll es ermöglicht werden Impulskontrolle und Selbstregulation zu erlernen und die Möglichkeit zum Eingehen auf Gefühle anderer geschaffen werden.

3. Selbstwahrnehmung

Die Welt erscheint einem nicht sicher wenn man ständig unter Druck steht. Durch die vielen Eindrücke unserer heutigen Zeit, die dadurch entstehende Reizüberflutung, die unglaubliche Vielfalt an Medien, das fehlende Bewusstsein, was wahr ist und was nicht ("Fake-News") und die Überforderung der Bezugspersonen mit diesen Faktoren vorbildlich umzugehen, ist es für viele Kinder nicht mehr möglich, sich zu entspannen und in Sicherheit zu fühlen. Diesem Gefühl möchten wir mit den Übungen des Projekts entgegenwirken und langsam mit den Kindern Wege finden, Vertrauen in die Welt und die eigene Fähigkeiten zu entwickeln. Deshalb wollen wir den Selbstwert der Kinder stärken.

4. Wertschätzender Umgang miteinander

Es fehlt oft an Vorbildern, von denen Kinder den wertschätzenden Umgang miteinander erlernen können. BesondersKInder, die Fluhterfahrungen oder andere traumatische Erfahrungen gemacht haben oder aus schwierigen Verhältnissen kommen, konnten oft noch nicht lernen, wie man gewaltfrei miteinander umgehen kann. Daher soll ermöglicht werden, dies in der Schule zu lernen.